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Text: DEL2

Rudorisch: "Dürfen unsportliches Verhalten nicht mit normaler Härte verwechseln"

DEL2-Geschäftsführer erklärt Sanktionen gegen Bremerhaven und Kassel

Rudorisch: "Dürfen unsportliches Verhalten nicht mit normaler Härte verwechseln"
City-Press

Die Strafen gegen Kassel und Bremerhaven durch die Ligenleitung werden heiß diskutiert. Geschäftsführer Rene Rudorisch erklärt im Interview mit DEL-2.org, weshalb diese Maßnahmen angemessen und notwendig waren.

DEL-2.org: Die Strafen gegen Kassel und Bremerhaven erhitzen die Gemüter. War die Sanktionierung im Nachgang angebracht?

Rene Rudorisch: Eindeutig ja! Denn es geht mit dem Urteil auch darum, dem Letzten klar zu machen, dass unsportliches Verhalten nichts mit normaler Härte zu tun hat.

DEL-2.org: In Kreisen der Fans wird kritisiert, dass dem Eishockey durch solche Entscheidungen die Dynamik genommen und das Spiel körperlos gemacht wird?

Rene Rudorisch: Der schnellste Mannschaftssport der Welt lebt vom Körperspiel auf engem Raum. Dabei sind Affekt-Handlungen aus der Dynamik der Situation heraus ein fester Bestandteil des Spiels. Diese unterliegen allerdings einem klaren Regelwerk. Das wurde hier eindeutig von beiden Teams missachtet!

DEL-2.org: Inwiefern?

Rene Rudorisch: Wenn es nach einer geklärten Situation bei Wiederaufnahme des Spiels und unmittelbarem Einwurf des Pucks mehrmals sofort wieder zu Schlägereien kommt, dann hat dies nichts mit einer Spielhandlung zu tun. Wenn dazu noch Spieler auftreten, die bis dahin kaum oder gar nicht auf dem Eis waren oder sich Spieler gezielt auf eine Auseinandersetzung vorbereiten, kann das nur ein Ziel haben. Im günstigsten Fall dem der Provokation und im ungünstigsten dem Verletzen eines gegnerischen Spielers. Das wollen wir in unseren Arenen nicht sehen.

DEL-2.org: Aber für diese, nennen wir es Rangeleien, gehen viele Fans doch in die Arenen!

Rene Rudorisch: Das mag für eine bestimmte Anzahl auch zutreffen und auch zukünftig kann und wird es aus der Spielhandlung heraus zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern kommen. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir diese Erwartungen durch absichtliche Provokation oder Inszenierung außerhalb des Spielgeschehens zu erfüllen gedenken. Unser Sport ist auch ein Familienevent. Wie können wir Familien dazu bewegen ihre Kinder an den Eishockeysport heranzuführen, wenn wir vorsätzlich provozierte und inszenierte Schlägereien zulassen? Besonders deshalb war es uns wichtig, die Situationen auch entsprechend zu sanktionieren.

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